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Mit KI eine Kursanmeldung entwickeln: vom Briefing zur Demo

vor 7 Stunden
4 Min. Lesezeit

Ein Kurs ist ausgewählt, das Formular ausgefüllt. Was passiert jetzt? Ist der Platz bereits reserviert? Wer bestätigt die Anmeldung? Und wie wird ein Termin geändert, ohne dass jemand eine Liste nachführen muss?


Wer Schulungen organisiert, muss diese Fragen beantworten. Genau daran lässt sich zeigen, was KI-gestützte Entwicklung im Arbeitsalltag leisten kann: Ein klar beschriebener Ablauf wird zu einer Anwendung, die man ausprobieren und überprüfen kann.

Ich habe eine Kursanmeldung mit KI-Unterstützung entwickelt und daraus einen eigenständigen Demonstrator für Digital Skill gemacht. Du kannst darin einen Termin wählen, die Anmeldung bestätigen, umbuchen, stornieren und in die Verwaltung wechseln.

Alle Organisationen, Personen, Orte und Termine in dieser Demo sind frei erfunden. Du verwendest eine vorgegebene Beispielperson und brauchst keine persönlichen Angaben einzugeben.


Ein Formular braucht klare Regeln

Bei einer Kursanmeldung greifen mehrere Entscheidungen ineinander. Ein angefragter Platz kann noch unbestätigt sein. Ein Termin kann ausgebucht sein. Nach einer Stornierung soll der Platz wieder verfügbar werden. Und die Kursorganisation braucht eine Übersicht, die diese Änderungen nachvollziehbar zeigt.


Für den Demonstrator habe ich diese Regeln konkret gemacht:

  • Ein Platz wird erst nach der Bestätigung belegt.

  • Ausgebuchte Termine lassen sich nicht auswählen.

  • Bei einer Umbuchung wird der bisherige Platz wieder frei.

  • Eine Stornierung aktualisiert die Belegung.

  • Teilnehmende und Kursorganisation sehen denselben Stand innerhalb des Testlaufs.

Solche Regeln sind das fachliche Gerüst einer Anwendung. Sie bestimmen, was ein Button tatsächlich auslösen soll und woran sich ein korrektes Ergebnis erkennen lässt.


So kannst du den Ablauf selbst durchspielen

Die Demo beginnt mit der fiktiven Person Alex Beispiel. Du brauchst kein Konto und keine echte E-Mail-Adresse.

1. Wähle einen Termin. Du siehst direkt, wie viele Plätze frei sind. Ein Demotermin ist bereits ausgebucht, bei einem anderen ist nur noch ein Platz verfügbar.

2. Bestätige die Anmeldung. Die Nachricht erscheint im simulierten Demo-Postfach. Mit der Bestätigung wird ein Platz belegt. Eine echte E-Mail wird dabei nicht verschickt.

3. Ändere deinen Termin. Im persönlichen Bereich kannst du umbuchen oder stornieren. Anschliessend siehst du, wie sich die freien Plätze verändern.

4. Wechsle in die Verwaltung. Dort findest du die Belegung, die fiktiven Anmeldungen und die letzten Aktionen. Auch ein Export mit Beispieldaten und die simulierte Datenlöschung lassen sich ausprobieren.

Über «Zurücksetzen» beginnt der Testlauf von vorn. Auch beim Neuladen verschwinden deine Änderungen. Der Demonstrator ist damit eine Umgebung zum Ausprobieren und Erklären.


Wie die KI bei der Entwicklung geholfen hat

Bei dieser Arbeitsweise beschreibe ich die gewünschte Funktion in normaler Sprache. Codex unterstützt bei der Umsetzung in Code, bei Anpassungen und bei automatischen Prüfungen. Oft wird diese Form der Entwicklung als Vibe Coding bezeichnet.

Ein brauchbares Briefing enthält bereits die Regeln des Ablaufs. Zum Beispiel:

Zeige vor der Anmeldung die freien Plätze. Belege einen Platz erst nach der Bestätigung. Wenn jemand umbucht, prüfe zuerst den neuen Termin und gib danach den bisherigen Platz frei.

Damit lässt sich gezielt weiterarbeiten. Eine allgemeine Bitte um ein schönes Anmeldeformular würde viele fachliche Entscheidungen offenlassen.

Während der Entwicklung kommen weitere Fragen hinzu. Welche Angaben braucht die Kursorganisation wirklich? Was sieht eine Person, deren Anmeldung noch offen ist? Wie verständlich ist eine Fehlermeldung? Kann nach einer Stornierung erneut gebucht werden?

Die Antworten entstehen aus dem Verständnis der Aufgabe und aus Rückmeldungen zum Ergebnis.


Meine Aufgabe war, die Entscheidungen zu treffen

Für mich lag die zentrale Arbeit im Klären, Entscheiden und Prüfen.

Ich musste festlegen, welche Schritte zusammengehören, welche Informationen sichtbar sein sollen und wo eine Bestätigung nötig ist. Anschliessend musste ich beurteilen, ob die Anwendung diese Vorgaben verständlich umsetzt.

Gerade die scheinbar kleinen Fälle sind aufschlussreich: zweimal auf dieselbe Bestätigung klicken, in einen vollen Termin umbuchen oder nach einer Stornierung neu starten. An solchen Situationen zeigt sich, ob ein Ablauf sauber durchdacht ist.

Für den Demonstrator wurden die Buchungsregeln und die Trennung der Beispieldaten automatisch geprüft. Das hilft, Fehler zu finden. Die Beurteilung, ob eine Lösung zur eigenen Organisation passt, bleibt eine menschliche Aufgabe.


Was die Demo zeigt und was ein produktiver Betrieb braucht

Die Demo macht die Abläufe sichtbar. Ihre Daten bleiben innerhalb des jeweiligen Testlaufs. Nachrichten, Rollenwechsel und Datenlöschung werden simuliert. Es besteht keine Verbindung zu einer Kundenanwendung.

Für einen produktiven Einsatz müssen zusätzliche Fragen geklärt und in der tatsächlichen Betriebsumgebung geprüft werden: persönliche Zugänge, dauerhafte Datenspeicherung, echter E-Mail-Versand, Zuständigkeiten, Pflege und der Umgang mit Daten nach Abschluss der Kurse.

Auch eine Zeit- oder Kostenersparnis lässt sich aus einer Demo noch nicht ableiten. Dafür müsste man den bisherigen Aufwand mit dem tatsächlich genutzten neuen Ablauf vergleichen.

Ein Demonstrator hilft zunächst dabei, Anforderungen zu schärfen. Menschen können eine Idee gemeinsam ausprobieren und konkret sagen, was ihnen hilft und was noch fehlt.


Welche Aufgabe würde sich bei euch dafür eignen?

Ein überschaubarer, wiederkehrender Ablauf ist ein guter Ausgangspunkt. Eine Anmeldung, eine interne Anfrage oder eine einfache Freigabe kann sich eignen, wenn Ziel und Zuständigkeiten klar genug beschrieben werden können.

Beantworte vor dem ersten Auftrag an die KI fünf Fragen:

  1. Welche Aufgabe soll für die Beteiligten einfacher werden?

  2. Wer nutzt den Ablauf und wer ist dafür verantwortlich?

  3. Welche Regeln müssen immer gelten?

  4. Welche Ausnahmen kommen im Alltag vor?

  5. Woran erkennen wir, dass die Umsetzung richtig funktioniert?

Danach lässt sich prüfen, ob vorhandene Werkzeuge den Bedarf bereits abdecken oder ob ein eigener Demonstrator bei der Klärung hilft.

Öffne die Kursdemo, melde Alex Beispiel an und ändere den Termin. Wechsle danach in die Verwaltung. So wird aus einer abstrakten Idee ein Ablauf, den du selbst beurteilen kannst.



Wenn du lernen möchtest, wie du mit KI einen eigenen Ablauf verständlich beschreibst, als Demonstrator umsetzt und überprüfst, melde dich bei Digital Skill.


Mit KI-Unterstützung erstellt.

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