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«Aber ChatGPT hat gesagt …»: Warum Unternehmen ihre Informationen für KI sichtbar machen müssen

  • vor 11 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen nutzen ChatGPT, Gemini oder andere KI-Systeme längst für konkrete Entscheidungen. Sie fragen nach Angeboten, Öffnungszeiten, Zuständigkeiten, Preisen, Veranstaltungen, Reiserouten oder rechtlichen Vorgaben.


Das Problem: Eine Antwort kann überzeugend klingen und trotzdem falsch sein.

Wenn einer KI wichtige Informationen fehlen, sie veraltet sind oder auf einer Website unklar dargestellt werden, beginnt sie zu vermuten. Genau dort entstehen Halluzinationen, falsche Empfehlungen und vermeidbare Missverständnisse.


Das ist nicht nur ein Thema für Tourismusorganisationen. Es betrifft jedes Unternehmen und jede Organisation, die online gefunden und verstanden werden will.


KI braucht Kontext, nicht nur Inhalte

Viele Websites enthalten zwar Informationen, aber sie sind für Menschen und Maschinen nicht eindeutig genug.

Ein Beispiel: Eine Dienstleistung wird irgendwo auf einer Unterseite erwähnt. Der Preis steht in einem PDF. Die Zuständigkeit findet sich in einem alten Newsbeitrag. Öffnungszeiten sind nur auf Google hinterlegt. Und häufige Fragen werden telefonisch beantwortet, aber nirgends dokumentiert.


Für eine Person, die sich Zeit nimmt, kann das vielleicht funktionieren. Für ein KI-System entsteht daraus jedoch kein verlässliches Gesamtbild.

Die Folge: Die KI ergänzt Lücken mit Wahrscheinlichkeiten. Sie nennt vielleicht eine alte Leistung, verwechselt ein Angebot oder übernimmt eine nicht mehr aktuelle Information.

Das ist keine bewusste Täuschung. Es ist ein fehlender oder unklarer Kontext.


«Aber ChatGPT hat gesagt …»

Dieser Satz wird künftig häufiger fallen.

Kundinnen und Kunden, Gäste, Mitarbeitende oder Bürgerinnen und Bürger werden KI-Antworten mitbringen und erwarten, dass sie stimmen. Wenn die Antwort falsch ist, landet das Problem trotzdem bei der Organisation vor Ort.

Das kann harmlos sein, etwa bei einer falschen Öffnungszeit. Es kann aber auch zu echten Problemen führen:

  • Ein Kunde erwartet eine Leistung, die nicht angeboten wird.

  • Eine Interessentin erscheint zum falschen Zeitpunkt.

  • Mitarbeitende handeln auf Basis einer veralteten Regel.

  • Eine Gemeinde muss eine KI-Antwort zu Fristen, Zuständigkeiten oder Abläufen korrigieren.

  • Ein Gast erhält eine unpassende oder sicherheitsrelevante Empfehlung.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: «Nutzen Menschen KI?»

Sie nutzen sie bereits.

Die entscheidende Frage lautet: «Welche Informationen findet und versteht die KI über unsere Organisation?»


AEO: Damit KI nicht raten muss

AEO bedeutet Answer Engine Optimization. Vereinfacht gesagt: Informationen werden so aufgebaut, dass Suchmaschinen und KI-Systeme sie klar erfassen, einordnen und für Antworten verwenden können.

Dabei geht es nicht um Tricks oder darum, eine KI zu manipulieren. Es geht um saubere Informationsarbeit.

Eine AEO-taugliche Website beantwortet wichtige Fragen direkt und nachvollziehbar:

  • Was bietet die Organisation konkret an?

  • Für wen ist das Angebot gedacht?

  • Was kostet es oder wie wird der Preis bestimmt?

  • Wer ist zuständig?

  • Welche Voraussetzungen gelten?

  • Was ist aktuell, was verbindlich und was nicht?

  • Wo finden sich weiterführende oder offizielle Informationen?

Je klarer diese Grundlagen sind, desto geringer ist das Risiko, dass ein KI-System fehlende Details frei ergänzt.


Was Unternehmen jetzt konkret tun können

Der erste Schritt ist kein technisches Grossprojekt. Beginnen Sie mit den Informationen, bei denen falsche Antworten besonders unangenehm wären.

Prüfen Sie zum Beispiel:

  1. Sind Leistungen, Zielgruppen und Abläufe verständlich erklärt?

  2. Sind Öffnungszeiten, Kontaktwege, Termine und Zuständigkeiten aktuell?

  3. Beantwortet die Website die häufigsten Fragen direkt?

  4. Sind wichtige Aussagen nicht nur in PDFs, Bildern oder Social-Media-Beiträgen versteckt?

  5. Gibt es widersprüchliche Informationen auf verschiedenen Seiten?

  6. Ist klar ersichtlich, wann eine Information zuletzt überprüft wurde?

  7. Sind sicherheitsrelevante, rechtliche oder zeitkritische Angaben an einer verbindlichen Stelle gepflegt?

Danach folgt die Struktur: klare Seiten, eindeutige Überschriften, gut gepflegte FAQs, verständliche interne Verlinkungen und bei Bedarf strukturierte Daten im Hintergrund.


AEO ersetzt keine Verantwortung

Auch eine sehr gute Website kann nicht garantieren, dass jede KI-Antwort immer korrekt ist. KI-Systeme können Quellen falsch gewichten, veraltete Informationen verwenden oder Inhalte missverstehen.

Darum bleibt die Verantwortung bei den Menschen.

Für Organisationen bedeutet das: kritische Informationen müssen klar als verbindlich erkennbar sein. Und für Nutzerinnen und Nutzer gilt: Bei wichtigen Entscheidungen sollte eine KI-Antwort geprüft werden.

Die richtige Haltung ist weder KI-Euphorie noch KI-Angst.

Sie lautet: KI kann nur mit dem arbeiten, was sie versteht und findet.


Fazit

Wer online unklar, verstreut oder veraltet kommuniziert, überlässt die Erklärung des eigenen Angebots zunehmend den Vermutungen von KI-Systemen.

Wer seine Informationen klar, aktuell und strukturiert aufbereitet, verbessert nicht nur die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Er schafft auch eine verlässlichere Grundlage für KI-Antworten und für die Menschen, die darauf vertrauen.


Digital Skill unterstützt Organisationen dabei, ihre Informationen so aufzubereiten, dass Menschen und KI-Systeme sie besser verstehen und sinnvoll nutzen können.


Möchtest du wissen, ob deine Website wichtige Fragen für Menschen und KI klar beantwortet? Melde dich bei mir für eine erste Einschätzung.


KI-Transparenz

Klassifizierung: DS-2

Zweck der KI-Unterstützung: Struktur, Textentwurf und Titelbild

Verwendete Systeme: ChatGPT, OpenAI-Bildgenerierung

Verantwortung: Sandro Parissenti, Digital Skill

Prüfstatus: Freigegeben. Fachliche Prüfung der Kernaussagen, Quellen und finalen Fassung vor Veröffentlichung.

Stand: 28.08.2026

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